Geschichte

 
Ostschulhaus altSchulen gab es in Hassloch seit 1590. An der Stelle des Ostschulhauses der Schillerschule stand seit 1743 das lutherische Schulhaus. Diese Schule hieß noch nicht Schillerschule, sondern sie wurde nur lutherische Schule genannt. Von 1818 bis 1936 wurde die Schule protestantische Schule genannt. Es durften nur Protestanten in diese Schule gehen. Die Katholiken hatten eine eigene Schule.

Der Platz vor der Schule hieß bis 1904 Turmgarten, ab 1904 wurde er zum Schillerplatz. Jetzt ist der ehemalige Schillerplatz unser Schulhof. Im Jahr 1911 wurde das heutige Südschulhaus als weiteres protestantisches Schulhaus errichtet. 1936 wurde die Schule um das Westschulhaus erweitert.

Filmsaal altDas Bild rechts stammt um die Zeit von 1880. Das Bild links zeigt den Filmsaal im alten Zustand. Bild unten zeigt die Schillerstraße 1904 (Quelle: Gemeindearchiv; mit Erlaubnis der Gemeindeverwaltung)

Die Trennung nach Glaubensbekenntnis dauerte noch lange. Noch 1970 gab es getrennte protestantische und katholische Schulen.Dann wurden die Eltern in Hassloch befragt, ob sie wollten, dass katholische und protestantische Kinder in eine Schule gehen sollten.Die Eltern waren mit großer Mehrheit dafür. Seitdem heißt unsere Schule Schillerschule.

Wie die Schule damals war:

Die Klassen waren damals auch in Hassloch sehr groß, die Lehrer streng. Die Kinder mussten still in ihren Bänken sitzen. Nur das Schulkind, das aufgerufen wurde, musste aufstehen und hatte laut und deutlich zu antworten. Wer schwätzte oder andere störte, musste aus der Bank treten und sich in die Ecke stellen. Dem Schullehrer war erlaubt, die Kinder zur Erziehung zu züchtigen. Es durfte der Schüler nicht auf den Kopf geschlagen werden, sondern nur auf den Hintern. Sobald der Lehrer zu Beginn des Unterrichts kam, erhoben sich die Kinder leise von ihren Sitzen. Sie begrüßten den Lehrer im Chor und sprachen ein Morgengebet. Anschließend wurden die Taschentücher vorgezeigt.

Wer sein "Sacktuch", das war das Taschentuch, vergessen hatte, musste eine Strafarbeit schreiben oder bekam einen Stockschlag auf seine Hand. Auch kontrollierte der Lehrer, ob die Kinder einen Dreckrand unter den Fingernägeln hatten. Ebenso schaute er nach, ob die Ohren gewaschen und die Schuhe geputzt waren.

Schillerstrae alt


Geschichte der Schulbebäude im Überblick

1743 Lutherisches Schulhaus (1818 - 1936 als Protestantische Schule bezeichnet)

1886 Bau des Ostschulhauses

1911 Bau des Südschulhauses als neue protestantische Schule

1936 Bau des Westschulhauses

1968 Bau der Turnhalle

1970 - 1973 Schule wird 6-zügig: Auslagerung von 4 Klassen in die Sophie-Scholl-Realschule; Auszug der Hauptschule in die neue Kupfalzschule; Umzug der Schulleitung, des Sekretariats und des Lehrerzimmers in das Westschulhaus

1986 Schuljubiläum: 100 Jahre Ostschulhaus, 75 Jahre Südschulhaus und 50 Jahre Westschulhaus

1995 - 1998 Renovierung der Schule und Bau der Pausenhofpavillons

2011 Schuljubiläum: 100 Jahre Südschulhaus, 125 Jahre Ostschulhaus und 75 Jahre Westschulhaus