Unser Namensgeber: Friedrich Schiller
Friedrich Schiller
Friedrich von Schiller wurde am 10.11.1759 in Marbach am Neckar geboren.
Sein Vater war zunächst Wundarzt und wurde später Offizier, die Mutter war die Tochter eines Wirts. Schiller kam mit fünf Jahren in die Dorfschule und wollte Pfarrer werden. Nach drei Jahren zog die Familie nach Ludwigsburg um, wo Schiller in die Lateinschule kam.
Aber mit vierzehn Jahren musste er auf Befehl des Herzogs von Württemberg eine Militärschule besuchen.
Es gab keinen freien Tag, keine Schulferien und keinen Urlaub. Besuch der Eltern musste beim Herzog beantragt werden. Vergehen wurden mit Stockschlägen oder Essensentzug bestraft. Der kleine Schiller musste um 5 Uhr aufstehen und sich bis 6.00 Uhr fertig machen, die Betten richten und frühstücken. Sein Tagesablauf war sehr streng. Heimlich schrieb er nachts Gedichte und Theaterstücke.
Schiller begann beim Militär ein Medizinstudium. Ende 1780 wurde er als Regimentsarzt (Arzt für Soldaten) von der Schule entlassen.
Schiller schrieb das Drama "Die Räuber", 1782 wurde es in Mannheim uraufgeführt. Schiller reiste dazu an, obwohl es ihm verboten war, die Landesgrenze zu überschreiten. Deshalb sperrte ihn der Herzog 14 Tage im Gefängnis ein. Schiller reiste viel. Er lebte und arbeitete auch in Mannheim.
1783 zog Schiller nach Mannheim und bekam dort einen Vertrag als Theaterdichter. Nun verdiente er wieder Geld.
Von 1785 bis 1787 war er Gast bei seinem Freund Körner in Leipzig und Dresden. Dort fühlte er sich sehr wohl. Davon zeugt seine "Hymne an die Freude", die Beethoven in seiner neunten Sinfonie vertonte. Die Hymne beginnt mit den Worten: "Freude schöner Götterfunken".Schillerzeichnung1.JPG
1788 traf er den berühmten Dichter Goethe, mit dem er sich später anfreundete 1789 ging Schiller als Professor nach Jena und lehrte dort Geschichte.
1790 heiratete er die adelige Charlotte von Lengfeld.
Friedrich und Charlotte hatten viele Kinder. Daher dichtete der kinderliebe Schiller auch gerne Lieder, Balladen und Gedichte.
1797 wird auch das "Balladenjahr" genannt, da Schiller in diesem Jahr unter anderem "Der Taucher" und "Der Handschuh" schrieb.
Weitere bekannte Werke von ihm sind: "Maria Stuart", "Die Jungfrau von Orleans", "Wallenstein", "Kabale und Liebe", "Don Carlos", "Wallenstein", die "Ode an die Freude" und das "Lied von der Glocke".
Ab 1802 durfte er sich Friedrich von Schiller nennen. Er wurde immer öfter krank. Am 9. Mai 1805 starb Friedrich Schiller in Weimar.
